Unsere HL7-Standards DVD 10/2010 können Mitglieder ab sofort anfordern.
Unser HL7 Wiki ... mit der Enzyklopädie für Informationstechnologie im deutschen / deutschsprachigen Gesundheitswesen, Infos zum Interoperabilitätsforum und den Projektgruppen... HL7 Deutschland hat eine neue Infobroschüre herausgebracht. Sie können Sie hier downloaden oder als Mitglied auch
ein gedrucktes Exemplar kostenlos über die Geschäftsstelle erhalten.
Zauberwort Interoperabilität – mehr als Technologie
Was sind wir doch für Glückspilze im Zeitalter von Schuko, USB und Bluetooth: die Stecker passen in jede unserer Steckdosen, der USB-Stick nimmt die Daten verlässlich auf und das Lieblingsfoto ist schnell von Handy zu Handy geflogen.
Diese technische Interoperabilität funktioniert offensichtlich. Doch im Gesundheitswesen ist noch mehr nötig, um die Kooperation zwischen Organisationen und ihren Mitgliedern zu realisieren. Anwendungen müssen nicht nur miteinander verbunden werden, sondern sich auch verstehen. Genauer gesagt, die Menschen vor den Bildschirmen. Dazu sind neben gemeinsamen Interessen auch gemeinsame oder zumindest verbundene Abläufe erforderlich.
Es ist bekannt, dass HL7 als Austauschformat für Nachrichten ursprünglich unabhängig von den Anwendungen definiert wurde. Bis zur „echten“ Interoperabilität ist es dann aber noch ein gewisser Weg. Deshalb entwickelte sich eine Art „Rahmenhandlung“, in der man von Anwendungsfällen ausgeht, Modelle aufstellt und daraus Anwendungen sowie ihr Verhalten – so genannte Profile – beschreibt. Das Ganze wird ergänzt um Ontologien, die allem, was vorkommt, einen Namen geben, die genaue Bedeutung beschreiben. Schließlich erhält man so Anwendungen, die man als Sammlung von kooperativen Diensten auffassen kann. Abschließend spielen Dinge wie Datenschutz, Datensicherheit usw. eine Rolle. Eben nicht nur Technologie, sondern viel mehr. Und es funktioniert auch schon ganz gut.
Die HL7-Jahrestagung 2010 steht deshalb unter dem Motto „Zauberwort Interoperabiliät – mehr als Technologie“. Konkrete Lösungen und Erfahrungsberichte über HL7 v2, Version 3 und CDA werden aufgezeigt und die angesprochenen Weiterentwicklungen des HL7-Standards skizziert und diskutiert.
Bernd Blobel, 1. Vorsitzender
Themen
Das vorläufige Programm des Workshop-Tages am 28. Oktober:
09:30-10:00 Empfang mit Kaffee und Tee, Registrierung der
Teilnehmer
10:30-10:55 Spezifikationen von HL7 und anderen SDOs zur
datenschutzgerechten Nutzung von Patientendaten Bernd Blobel (Regensburg)
10:55-11:20 HL7 in der Praxis: Erfahrungsbericht
SoCura/Malteserträgergesellschaft am Beispiel von Integrationsprojekten und
einem Telemedizinischen Portal Philipp Köppen (Köln)
11:20-11:45 Einsatz eines MPI-Systems mit einer
HL7-Umgebung innerhalb eines Häuserverbundes Dirk Engels (Köln)
11:45-12:10 Systematisches HL7-Interoperabilitätstesten
Ein Erfahrungsbericht Diana Vega, Theofanis Vassiliou-Gioles, Ina
Schieferdecker (Berlin)
12:10-13:10 Mittagspause
13:10-13:35 Interoperabilität in der Notfall- und
Intensivmedizin - Projekte der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für
Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) Rainer Röhrig (Gießen)
13:35-14:00 Prozessoptimierung für Medizinische
Dokumentation und Bildmanagement Janna Wagner (Berlin), Guido Bötticher
(Recklinghausen), Christof Gessner (Berlin)
14:00-14:25 Datenaustausch zwischen Kostenträgern und
Leistungserbringern Andreas Schultz (Olpe)
14:25-14:50 Terminologieserver auf Basis CTS2 -
Serviceableitung, Implementierung und Nutzung Peter Haas, Robert Mützner, Mathias Aschhoff,
Bernhard Rimatzki (Dortmund)
14:50-15:10 Kaffee und Tee
15:10-15:35 Elektronische Medikationsakte in den
Niederlanden Tom de Jong (NL)
15:35-16:00 Einsatz des HL7-Standards im
Krankenanstaltenverbund der KAGes Hubert Leitner (Graz, AT)
16:00-16:25 Stand des Aufbaus der ELGA Infrastruktur Stefan Sabutsch (AT)
16:25-16:50 IHE-Profile für Interoperabilität Georg Heidenreich (Erlangen), Frank Oemig
(Bonn)
16:50-17:15 EHR Functional Model in der Praxis Wolfgang Anetsberger, Horst Kunhardt
(Mainkofen)
17:15 Abschlussdiskussion
18:00-19:00 Mitgliederversammlung
Einreichung von Beiträgen
Auch diesmal konnten wir eine Reihe von eingereichten Beiträgen verzeichnen. Beiträge konnten eingereicht werden bis zum 1. September 2010.
Tutorials
Mittwoch, 27.10., sowie Freitag, 29.10., stehen ganz im Zeichen einführender und vertiefender Tutorials. Die Teilnahme an einem Tutorial ist im Tagungspreis inbegriffen. Folgende Tutorials sind geplant:
HL7 für Einsteiger Dr. K. Heitmann, 27.10., 12-13 Uhr (kostenloses Tutorial) Was ist HL7? Was gibt es alles? Wo
benutzt man was?
HL7 für Aufsteiger: F. Oemig, 27.10., 12-13 Uhr (kostenloses Tutorial) Wie kann ich mich in HL7 aktiv einbringen? Wie ist HL7 organisiert? Wie
kann ich an Abstimmungsverfahren teilnehmen?
Semantik und Terminologien Dr. Sylvia Thun, 27.10., 13-16:30 Uhr Ziel des Tutorials ist es, die aktuellen internationalen Standardisierungsbemühungen im Bereich der Semantik vorzustellen. Dabei werden Themen wie ICD, ICF, ICD-O, Alpha-ID, Snomed CT, LOINC, UCUM, Terminologien von Arzneimitteln und Medizinprodukten und Terminologienutzung in HL7 und bei bei Arztbrief und Gesundheitskarte angesprochen.
Clinical Document Architecture mit Übungen Dr. K. Heitmann, 27.10., 13-16:30 Uhr Die Clinical Document Architecture (CDA) ist eine von HL7 erarbeitete auf XML basierender Standard für den Austausch und die Speicherung klinischer Inhalte. Dabei entspricht ein CDA-Dokument einem klinischen Dokument (z. B. Arztbrief, Befundbericht). Das Tutorial gibt eine Übersicht über den Standard, die grundlegenden Konzepte und geht auf Strukturen (Header, Body) und Granularität (Level 1-3) ein. Zahlreiche Beispiele und einige Übungen runden die Einführung ab.
EHR und PHR als Tools für Personal Health Prof. Dr. B. Blobel, T. Norgall, 29.10., 9-13 Uhr EHR ist die Kernapplikation jeglicher eHealth Umgebungen. Dabei stellt die individualisierte ubiquitäre Versorgung durch die Integration der Paradigmen Mobile Computing, Pervasive Computing und Autonomous Computing besondere Anforderungen an Struktur und Funktion des den Patienten aktiv einbeziehenden EHR, des PHR. Das Tutorial geht unter Einbeziehung von Informatik, Medizin, biomedizinischer Technik, Sensorik und Aktorik, aber auch der „omics“-Domänen auf die Anforderungen, die Architektur sowie auf Standards und Projekte zum PHR detailliert ein. Dabei werden Grundlagen aber auch fortgeschrittene Aspekte von EHR/PHR Architekturen, Interoperabilität, Modellierung, Profilierung und Implementierung betrachtet und Best-Practice Referenzen sowie strategische und industrielle Allianzen vorgestellt. Das Tutorium gibt eine umfassende Einführung, stellt aber sicher auch Experten durch tiefer gehende Details zufrieden.
HL7 v2.x Nachrichtenprofile und Tools F. Oemig, 29.10., 9-13 Uhr Aktuell wird in allen Kliniken HL7 v2.x zum Austausch von administativen und klinischen Daten eingesetzt. Zu diesem Zweck haben die Hersteller Schnittstellen zu ihren Anwendungen auf dieser Basis entwickelt. Dieses Tutorial gibt einen Überblick, wie mit den verschiedenen Interpretationen des Standards seitens der Hersteller umzugehen ist und wie Nachrichtenprofile helfen können, Kompatibilitätsprobleme zwischen den Anwendungen aufzudecken. Ein Überblick über hierfür einsetzbare Werkzeuge rundet diese Übersicht ab.
Mitgliederversammlung
Am 28.10. findet ab 18:00 Uhr unsere Mitgliederversammlung statt (es erfolgte eine gesonderte Einladung).
Tagungsgebühr
Die Tagungsgebühr beträgt 350 € und schließt ein halbtägiges Tutorium, zwei Essen sowie die Getränke in den Pausen ein. Teilnehmer aus Universitäten und Fachhochschulen zahlen 170 €. Zusätzliche Tutorials können Sie zum Preis von 50 € dazubuchen.
Anmeldung
Ab sofort steht unsere Online-Anmeldung auf www.hl7.de zur Verfügung. Die Zahlung der Gebühren kann über Kreditkarte (Visa, Mastercard) oder durch Überweisung innerhalb von 10 Tagen nach Anmeldung beglichen werden. Bitte beachten Sie, dass die Online-Anmeldung bis 21. Oktober möglich ist. Danach können Sie sich aber noch direkt auf der Tagung anmelden.
Übernachtung / Hotel
Die diesjährige Tagung findet in Berlin statt. Die Übernachtung wird von den Teilnehmern selbst reserviert. Tagungshotel ist das Berlin, Berlin.