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Bericht über Cambridge (2010/10)
Frank Oemig (Ed.), Bernd Blobel

Allgemein

Von "deutscher" Seite waren diesmal Bernd Blobel, Beat Heggli, Kai Heitmann, Frank Oemig und Sylvia Thun vertreten.

HL7 Fellowship

HL7 hat als wichtige organisatorische Neuerung das Fellowship eingeführt und damit einige Aktivisten besonders geadelt. An dieser Stelle dürfen wir unseren Vorsitzenden Bernd Blobel zu dieser besonderen Ehre herzlich gratulieren. (Die Pressemitteilung dazu findet sich auf der HL7-Webseite.)

Neue Affiliates

Als neue Affiliates können Luxemburg, Norwegen und Pakistan begrüßt werden. Bosnien&Herzegowina befinden sich noch in der Prüfungsphase.

"Meaningful Use" Testing

Ein wichtiger Punkt ist die Diskussion der Testergebnisse, d.h. was soll im Bereich Conformance zu einem Fehler oder einer Warnung führen und was nicht. Hierzu hat das NIST (National Institute for Standardisation) eine umfangreiche Ausarbeitung gemacht, in der alle möglichen Kombinationen von Gegebenheiten aufgeführt sind und auch das dazugehörige erwartete Ergebnis. Die erstmal aus Sendersicht aufgeführten Details sollen dann auch für die Empfänger erweitert werden.

Hier ist eine Diskussion um die Grundprinzipien entstanden, d.h. wenn etwas "required" ist, dann gilt das auf jeden Fall für den Sender, d.h. das Feld muss mit gültigen Werten gefüllt werden. Umgekehrt wird aber das Verständnis diskutiert, was ein derartiges Profil darstellt. Auf der einen Seite stellt es eine verläßlich Grundlage dar, die ein Empfänger ruhig ignorieren kann, da man von ihm nicht das gleiche verlangen kann. Auf der anderen Seite sollte es ein Profil darstellen, das für den Empfänger in gleicher Form gelten soll, damit auf beiden Seiten die gleiche Datengrundlage existiert.

IC Facilitator

ICWG hat das Konzept angeregt, auch eine Facilitator-Rolle für Konformanzfragen einzurichten, da viele Gruppen diese Dinge besprechen und dafür auch Lösungsansätze entwickeln, diese dann aber nicht bei ICWG vorbringen, so dass eine Harmonisierung nicht möglich ist.

SAIF ECCF

Die Gruppe hatte auf vorhergehenden Treffen bereits signalisiert, zu diesem wichtigen Papier beitragen zu wollen und dann auch die Verantwortung dafür zu übernehmen. Dennoch wurde diese Frage mehrfach wiederholt

Darüber hinaus hat ICWG eine Reihe von Fragen und Kommentaren eingereicht, die nach wie vor nicht adressiert wurden. So ist der Hauptkritikpunkt die orthogonale Ausrichtung von Spezifikationen und Implementierungen. Nach dem Verständnis der Gruppe handelt es sich hier um einen Prozess, da die Implementierung letztendlich nur den letzten konsequenten Schritt darstellt. Dies sollte dann auch in der Ausarbeitung entsprechend repräsentiert werden.
Das RM-ODP - reference model für open distributed processing - sieht dies in seinen Views auch schon entsprechend so vor.

"Binding Syntax" Project

Im Zuge der gemeinsamen Sitzung wurde eine relativ stabile und ausgereifte Grundlage für natürlichsprachliche Darstellung festgelegt, die die Bindung von Vokabularien in Implementierungsleitfäden regelt.



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