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Der Weg zu mehr Effizienz und Qualität der medizinischen Versorgung
führt über die Entwicklung von Kooperation durch Kommunikation
innerhalb und zwischen den Gesundheitseinrichtungen. Der speziell für
das Gesundheitswesen entwickelte Kommunikationsstandard HL7 (Health Level Seven) ermöglicht die Kommunikation zwischen nahezu allen Institutionen und Bereichen des Gesundheitswesens.
Die HL7-Benutzergruppe Deutschland e. V. hat sich der Förderung der Kommunikation im Gesundheitswesen verschrieben. Ihr Technisches Komitee (TC)
"Konformität und Zertifizierung" hat die aktuelle Version 2 des Standards übersetzt und an
die deutschen Verhältnisse angepasst. (Diese Interpretationen stehen den Mitgliedern als HTML-Files zum Download zur verfügung.) Die TCs unterstützen
standardgerechte Kommunikationslösungen nach HL7 sowohl durch
Veranstaltungen von Tutorien und Workshops als auch durch die
individuelle Beratung bei speziellen Problemen der Implementation.
Außerdem steht über E-Mail (tc@hl7.de) ein Diskussionsforum zur Verfügung, mittels dessen aktuelle Fragen jederzeit schnell geklärt werden können.
Die HL7-Benutzergruppe kann auf eine mehr als 10-jährige Geschichte
zurückblicken. Am 03.03.1993 setzten die ersten 8 Mitglieder ihre
Unterschrift unter die noch heute gültige Satzung.
Am 09.08.1993 wurde nach sehr sorgfältiger Prüfung durch das Gießener
Registergericht der Verein in das Vereinsregister in Gießen eingetragen.
Viel hat sich seitdem bei Kommunikationsstandards verändert. Während
HL7 1992 nur wenigen bekannt war, ist es heute ein selbstverständlich
in Ausschreibungen gefordertes Kommunikationsprotokoll mit einer kaum
mehr zu überblickenden Zahl von Anwendungen. In deutschen
Krankenhäusern ist inzwischen eine dreistellige Zahl von
Kommunikationsservern erfolgreich im praktischen Einsatz. Für diese
breite Akzeptanz der Kommunikationstechnik hat die HL7-Benutzergruppe
eine wichtige Basis geschaffen. Es ist sicher nicht übertrieben, wenn
wir annehmen, dass durch die Arbeit der HL7-Benutzergruppe in
Deutschland dem Gesundheitswesen allein durch die Verminderung des
Aufwands bei der Implementierung von Schnittstellen Millionenbeträge
erspart worden sind und dies alles ohne einen Cent staatlicher
Unterstützung.
Die HL7-Benutzergruppe kann deshalb durchaus optimistisch in die
Zukunft schauen, wenngleich auch in ihrer Arbeit der Alltag eingekehrt
ist. Die Attraktivität des Neuen, die zu Beginn noch im Vordergrund
stand, ist gewichen. Die Arbeit der Gruppe hat sich zwischenzeitlich
auch in Alltagsproblemen bewährt. Die Technischen Komitees sind wo
immer möglich bemüht, kurzfristig Lösungen für aktuelle Fragen zu
finden. Einige Berichte über Vorschläge und Entscheidungen finden Sie
in den Mitteilungen. Die Zahl der Anfragen hat im letzten Jahr deutlich zugenommen.
Auch in anderen Ländern gibt es HL7-Benutzergruppen. Teil unserer Arbeit ist es, die Zusammenarbeit mit HL7-Benutzern in anderen Teilen der Welt zu fördern. |