HL7 Deutschland hat eine neue Infobroschüre herausgebracht. Sie können Sie hier downloaden oder als Mitglied auch
ein gedrucktes Exemplar kostenlos über die Geschäftsstelle erhalten. Nachruf / Obituary Joachim Dudeck
Hier entsteht das Register der national definierten Z-Segmente.
Was sind eigentlich Z-Segmente
HL7 ist ein internationaler Standard, der ANSI (American
National Standards Institute) Mitglied und jetzt auch Teil der von den
Vereinten Nationen verwalteten ISO - Standardisierung ist. Das bringt
den Vorteil größtmöglicher Vereinheitlichung der Kommunikation mit
sich. Dies wiederum hilft Missverständnisse zu vermeiden.
Zu weit gehende Vorschriften können aber auch ungünstig sein. So gibt
es in jedem Land, in dem HL7 verwendet wird, ganz spezielle
Bedürfnisse, auf die ein global einheitlicher Standard nur
unvollständig eingehen kann. Deutsche Krankenkassen verlangen
bekanntlich zur Abrechnung Spezialinformationen, die in anderen Ländern
unerheblich sind und für die HL7 in seiner Standardfassung kein
Übertragungskonzept vorsieht. Daher ist es Aufgabe von nationalen
Benutzergruppen, zusätzlich zu den schon von HL7 in seiner
Standardfassung vorgegebenen Nachrichtentypen und Segmenten
zusätzliche, landesspezifische Segmente zu definieren, die auf solche
Detailprobleme eingehen können. Diese Segmente werden Z-Segmente
genannt.
Auch die deutsche HL7-Benutzergruppe hat Z-Segmente definiert. Die
internationalen Benutzergruppen tauschen sich natürlich über
landeseigene Z-Segment-Definitionen aus. Dies hat zwei Gründe: Zum
einen soll auch landesübergreifend mit Z-Segmenten kommuniziert werden
können, wenn die Situation dies erfordert. Außerdem kann es sein, daß
manche ursprünglich landesspezifischen Z-Segmente allen HL7-Benutzern
sinnvoll erscheinen und dann nachträglich Bestandteil des
internationalen Standards werden.