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ein gedrucktes Exemplar kostenlos über die Geschäftsstelle erhalten. Nachruf / Obituary Joachim Dudeck
Beim standarisierten Austausch von Informationen mittels Nachrichten
oder Dokumenten geht es auch um die eindeutige Bezeichnung und
Benennung von Objekten und Konzepten. Dies gilt insbesondere bei der
sektorenübergreifenden Kommunikation, in der Sender und Empfänger sich
nicht notwendigerweise „kennen“.
Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Identifikationen (IDs) und Kodierungen.
Eine ID deutet auf eine Instanz eines Objektes hin, z. B. eine
bestimmte Person wie Patient oder Arzt, eine konkrete Laboruntersuchung
oder ein Röntgenfoto. Eine Kodierung hingegen deutet ein Konzept an:
Typ des Patient (z. B. ambulant), Typ des Arztes (z. B. Anästhesist),
Typ der Laboruntersuchung (z. B. kleines Blutbild). Bei der Kodierung
geht es nicht um ein bestimmtes Objekt.
OID sind weltweit eindeutige Kennzeichnungen für Objekte und sind in
ISO/IEC 9834/1 normiert. Objekte sind persistente, wohldefinierte
Informationen, Definitionen oder Spezifikationen und werden als
Identifikationen (IDs) und Kodierungen wiedergegeben.
Nachrichten und Dokumente wie sie zum Beispiel im HL7 Version 3
Standard definiert sind, nutzen OID um Kodierungs-Schemas und
Identifikationsbereiche zu bezeichnen. Dabei wird die Idee verfolgt,
dass jede Identifikation bzw. jedes Kodierschema Teil des Systems ist,
in dem sie definiert wurde. Beispiele sind Patientennummern, die
innerhalb eines Krankenhauses ausgegeben werden,
Arzt-Identifikationsnummern der Kammern oder Laboratoriums-Codes für
Untersuchungen als LOINC-Codes. Dabei ist die Kombination aus der
eigentlichen Identifikation (extension) und der ausgegebenen Instanz
(Root-OID) zusammen genommen weltweit eindeutig.
In den bereits von der ISO anerkannten Datentypen, die innerhalb von
HL7 definiert sind, geben so genannte II (Instance Identifier) in der
root-OID die ausgebende Instanz (Organisation) an, der eigentliche
Bezeichner wird im extension-Attribut untergebracht. (Anmerkung: In
früheren Versionen der HL7 Version 3 Datentypen waren die extensions
als EX- und die root OID als RT-Attribut definiert.)
2.16.840.1.113883.2.4.6.2.5432.1 ist die root-OID
z. B. 67543242 als extension (Patientennummer)
OID können von jeder Organisation ausgegeben werden, indem Sie eine
eindeutige Wurzel-OID verwenden. Eine Nachricht oder ein Dokument kann
OID aus verschiedenen Quellen nutzen, ein einzelnes Schema kann auch
durch mehr als eine OID gekennzeichnet sein (d. h. eine OID von mehr
als einer Organisation). Einmal zugewiesen, wird eine OID niemals
zurückgenommen und bleibt ein gültiger Bezeichner für dasselbe Schema
oder Objekt.
Link zum Konzept selbst und weiterführende Informationen
Es wurde ein OID Konzept für das deutsche Gesundheitswesen erarbeitet, das Sie bei unseren technischen Publikationen downloaden können.
Weitere Informationen zum Konzept und zum OID Register für das deutsche Gesundheitswesen finden Sie unter